Von Waghalsigkeit über Verbundenheit
Wenn Millisekunden über Medaillen entscheiden und Athleten an ihre Grenzen gehen, zeigt sich wahre Persönlichkeit. Mut, Verbundenheit, Waghalsigkeit - was treibt Olympiastars wirklich an? Und was können wir davon lernen?
Datum: 3. März 2026
Author: Julia Reimann
Kategorien: Personality, Personality Assessments, Insights, metaArticle, metaLecture
Vor drei Wochen haben wir über Persönlichkeit und drei Strategien auf dem Weg zum Erfolg von Olympioniken geschrieben. Nun sind die Olympischen Winterspiele am vergangenen Wochenende mit einer feierlichen Zeremonie in Verona zu Ende gegangen. Fasziniert und etwas wehmütig blicken wir zurück: was lehren uns die Highlights über die Tendenzen der Sportler unter Stress, oder gar Antreiber und Motivatoren auf dem Weg zum Erfolg?
Vorbereitung ist nicht alles
Denn, obgleich Gewissenhaftigkeit darüber entscheidet, wie entschlossen, planvoll und selbst diszipliniert Athleten in ihrem Training vorgehen, so kann es im entscheidenden Moment des Wettkampfs auf andere Persönlichkeitsmerkmale ankommen – hier ein paar Beispiele:
Denken wir an die Abfahrtrennen der Ski-Profis: über Millisekunden des Gesamtergebnisses hat hier mitunter neben Ambition und Ausgeglichenheit eine Prise Mut sowie Waghalsigkeit entschieden, die Kurven noch knapper zu nehmen oder weiter zu springen. Waghalsig kennen wir vom Hogan-Stressprofil: ‚draufgängerisch‘ als die Tendenz, Grenzen zu testen und den Nervenkitzel zu suchen. Ist es in dieser Disziplin eine Super-Power? Ohne Risiken einzugehen keine reale Chance zu gewinnen?
In der Freestyle-Performance von Ski und Snowboard wurden innovative Sprünge sowie perfekt und sauber ausgeführte Tricks positiv bewertet – ein Anzeichen für eine Kombination aus hohen ‚Ästhetik‘-Werten sowie ‚draufgängerischen‘ Tendenzen?
Viele Zuschauer mögen berührt gewesen sein von der Eiskunstlauf-Paar-Choreographie: voller Anmut, vollständiger Synchronizität, eine unheimliche Leichtigkeit – könnten hier hohe Werte auf der MVPI-Skala ‚Verbundenheit‘ und ‚Selbstlosigkeit‘ zu Höchstleistungen beider Sportler beitragen? Darüber hinaus eine unheimliche Präzision im Training – Ausprägungen auf der Skala ‚pedantisch‘?
Doch Mut, Risikoaffinität und Aufopferung führen nicht immer zum gewünschten Erfolg.
Wo liegen die Grenzen?
Dass manche Ausprägungen uns jedoch auch in den Bann schlagen können, haben wir hautnah beim Sturz der Amerikanerin Lindsey Vonn erleben können. Kann eine Mischung aus hoch gesteckten Zielen, Ambition und Risikoaffinität dazu führen, sich selbst in Gefahr zu bringen? Wird sie zu einer Heldin, weil sie noch einmal alles riskiert hat? Bis zu welchem Grad ist es für den eigenen Erfolg hilfreich, mutig zu sein und sich selbst an die eigenen Grenzen zu bringen? Was können wir von Olympioniken lernen?
Wie siehst Du das? Welche Eigenschaften führen Deiner Meinung nach im Beruf oder Sport zu Spitzenleistungen, und welche werden oft unterschätzt?
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